No idea!

Dienstag, 6. Mai 2008

Meth Teeth 7" [2008, Sweet Rot Records]

Fuckin’ long a-time ago I started a Blawwg... Sorry Kinder, die Vernachlässigung ist vorbei! Jetzt ist Disziplin 2.0 angesagt!

Meth Teeth… Hätte mich jemand gefragt, was meine Fühler hinter diesem schmuckvollen Gewand orten, würde mein Scheren-flankiertes Maul vermutlich in fröhlicher Verzückung, ob des zu erwartenden White Trash Segens, „Skull Music“ in die Welt hinauskreischen. SM ist eins dieser Fürwörter, das gerne verwendet wird, um Checkern guter, alter Styles ihr verdientes Dächlein zu schenken – denn jeder Mensch verdient sein Dächlein! Zum ersten Mal begegnet ist mir der Begriff auf der Seite des manchmal doch verdammt prophetischen Avant Gut Labels Load Records, das mit Babylon Rules von Clockcleaner vielleicht DIE Skull-Platte überhaupt ’rausgebracht hat. Stilistisches Einzugsgebiet: 90er-Asi-Eitersack-Noise-Rock à la AmRep und/oder Brainbombs. [Anm. d. Autors: Scham ad infinitum bedeckt mein ohnehin bedecktes Haupt, wenn ich anno 2009 feststellen muss, dass mir 3 oder mehr Sätze zu SM, einem der zugschwächsten Nomenunfalls des Jahrzehnts, rausgerutscht sind. Gelobe Besserung.]

MT sind allerdings keine Followers of That Sleazey Blawp wie oben erwähnte Clockcleaner oder wie auch die Pissed Jeans und Homostupids, sondern eine Folk-Rock-Band. Jawohl, Folk-Rock... das Emo der 60er. Naja, heutzutage ist Folk-Rock natürlich kein gehasster Terminus mehr, der für Sellout und Authetizitätsverlust steht, nein!, die Zeiten des Taubenlochs sind vorbei. Kein Wunder, weist die Bezeichnug doch im Vergleich zu in der Zwischenzeit begangenen begrifflichen Übeltaten eine fast schon wissenschaftliche Präzision auf. Und als sei das nicht genug, haben sich die Kritischerdenkenden da draußen in den letzten 40+ Jahren unheimlich viel Zeugs ausgedacht, um sich im Angesichte einer elektrisch verstärkten Gitarre nicht gleich ihre Tweedhöschen vollmachen zu müssen. Wäre ja auch zu schade…

Bus Rides. Gute Platte, diese ist! Der Titeltrack = Opener der Seite des A hält den Volksrock ersma’ auf Distanz. Meth Teeth inkorporieren nämlich gerne mal (und das vor allem in diesem Track) das ein oder andere über gewöhnliche Stimmung hinausweisende Skronk-Element in ihren Schellenring-Heavy-Folk-Punk; ergo Gitarren im Verse A1’s, die eher wirken wie die Gongschläge, die den derbe berauschenden Spaß hier einläuten sollen. Die Harmonik weist in dem Track noch eine dissonantere Qualität auf, die im Laufe der 7inch zunehmend klassischen Folk-Konstrukten weicht. Track 2: Unemployment Forever (No Future im Down-Home-Gewand?) schraubt den Americana-Anteil signifikant in die Höhe. Grandioser Lyserg-Blues, in Strophe dunkel lungerndes Folk-Motiv untermauert von naseweisen Surf-Chords immer schön ufffe Eins und ein Quasi-Chorus aus einem jubilierenden Blues Lick, immer endend auf dieser aufregenden fuckebendeten(???) Bassnote. Ordentlich hysterische Drums nehmen keine Gefangenen. Buff Buff Buff Buff Klirr Klirr Klirr Klirr.
Somit drehen wir freudend
urchzuckt den kleinen Bastard um. Die B-Seite legt den Schwerpunkt noch mehr auf Das Volkige der MT. Mal ganz davon abgesehn haben sich die beiden B-Liedchen in den letzten Wochen mit einer Vehemenz in diejenigen Hirnsphären gebohrt, die dafür zuständig sind, „da draußen“ „Welt“ auf „Abstand“ zu halten. Mein inneres Bienchen Summsummsumm (ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe!) wollte lange Zeit nichts anderes von sich geben, als allerlei Klanggut dieser Seite. Style setzt sich wie auf Seite Eins zusammen aus simplen akustischen Folk-Motiven, immer schön präsenten Schellen(yeah!), Delta-Blues-Kram, halluzinogene Rumble-Surf-Derivate und den durch-shittiest-Gitarrenamp-Vox. Während die letzte halbe Minute noch so großzügig und verständnisvoll ist, zu klingen, als ob sie selbst auch nicht aufhören will, hoffe ich, dass jemand den Boys für die Aufnahme ihres ersten Longplayas die 2 Mikros leiht, nach denen sie heute so freundlich in einem MySpace-Bulletin gefragt haben.
http://www.myspace.com/methteethmusic

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

SEX ME UP DAN,

wie immer wieder, einfach nur schön....

8=================0

THE DOOMLORD / DER SCHLÜSSELMEISTER

Anonym hat gesagt…

Aus der selbstreflexiven Verfasstheit des Textes, d.h. implizit dem Verlust möglicher Assertiva, enteignen sich perlokutionäre Effekte, die auf performativ aufzufüllende Leerstellen innherhaln des semiopragmatischen Kontextes verweisen. Diese Leerstellen emergieren zu etwas, was ich Würste der Lust nennen möchte. Würste sind lecker!

Der Kinderopa

Anonym hat gesagt…

kinderopa?

nene

und wech

Anonym hat gesagt…

Kinderopa ist

Ja-Ja-Nee-Nee!!!

Anonym hat gesagt…

was machtn der kinderopa um 2:33 nachts....??????????

Anonym hat gesagt…

Rumspuken!!!!!!