Für all die Boys und unvernünftigen Girls, die sich im investigativen Unterwegssein im Undergroundtagesgeschäft verstehen und es gerne im Brustbeutel spüren, wenn sie Qualität einkaufen (Scheiß auf die Seychellen!), ist eiliger Ratschlag fällig, sich nach einer Band umzuschauen, die auf den den sympathischen Namen EAT SKULL hört. Dead Families – ihre zwoite 7inch – war innerhalb eines dann doch verdammt schnell vergehenden Tages ausverkauft, was natürlich zu wunderbar anschaulichen Ebay-Geboten geführt hat („nur noch Idioten kaufen Platten“ höhö). Ein Longplayer auf Siltbreeze folgt außerdem. Das ist kulturelles Kapital, bei dem naive x-zehnjährige anfangen, an Ruhestand zu denken! Doch bevor auf die verwöhnte Szene im Spotlight losgerotzt wird, sollte das Thema schnell in Richtung Musik verlagert werden, denn in diesem Bereich regiert Dead Families durchaus!Verantwortlich dafür ist wohl die Tatsache, dass es sich bei Eat Skull keinesfalls um x-beliebige Huckepackbazillen handelt, die gemerkt haben, dass man mit Boombox-Aufnahmen im Moment mehr wirkliche Aufmerksamkeit einheimst, als durch groß inszenierte Sachen mit Kruzifixen. Nein, wir haben es hier mit jemandem zu tun, der durchaus weiß, wie man „Dues“ blecht: Rob Enbom, Gitarrasingsang in Eat Skull, Mitglied der aktuellen Inkarnation der großartigen Hospitals, ehemals auch bei Gang Wizard und in der Lambsbread-Clique in Delaware unterwegs – wo er oben druff noch ’ne Band mit Beth von Times New Viking startete. Heißt: teilt sich Dope, Equipment und Girls mit so ’ner Art Traumclique und ist vor allem an einem Projekt beteiligt, für das oben genannte Bands gerne pseudo-enzyklopädisch in Strichpunktlisten aufgeführt werden: Der Dekonstruktion Des Rock. Von mir sind keine Stottereien zu diesem Thema zu erwarten, das so beschissen laaaaaaaaaame ist, dass ich das lieber Vampire-Weekend-Typen aus gutem Hause überlasse. Is’ auch voll egal, da es im Falle von Eat Skull keinerlei Rolle spielt. Was einen hier erwartet, sind eher Hochdruckgebläse im Wenigakkord-Sinne VUscher Provenienz, denen etwas anhaftet, was man im interessanteren des derzeitigen Garagen-Rock-Geschehens durchaus häufiger beobachten kann: überraschende Sorgfalt in der Wahl der eigenen Mittel gepaart mit einer verkehrten Form handwerklichen Könnens. Auf den ersten Blick mag eine Platte relativ uninteressant klingen, da man sie recht fix wegsortiert kriegt: klingt wie Band XY oder obskurereXYfürdiecredibility mit der Aufnahmequali von Times New Viking/Psychedelic Horseshit, das Leben ist so langweilig, blablabla. Erstens muss man jedoch wissen, dass oben genannte Imo-Regenten des Rockglobus den Shit nicht erfunden haben und man außerdem durch derartige, vermeintlich hippe Oberflächeleien mit Dead Families ’ne astreine Single verpassen würde, bzw. gleich aufhören kann, Rock zu hören. Beginnend mit diesem wunderbar unheilvollen Orgel-Blast, reicht ihr tatsächlich vorhandener Spannungsbogen von durch Nebel von Sister-Ray-Abrasivität immer wieder durchscheinenden alten Bekannten der poppigen 60er („Dead Families“) über dem Negative Approach folgende Brutalität („I’m Insane“) hin zur schmaltzy Auflösung-in-Hymne, die verdammt nochmal „No Intelligence“ heißt. Sujet sollte allein durch die Titel klar sein.
Also, sollte die Repress-VÖ auch am verkatertsten Scheißmontag deines Lebens sein: schlepp dich vor den PayPal-Account, es wird sich lohnen.
http://www.myspace.com/eatskull
7 Kommentare:
SUERTE.........
FUCK YEAH !
† THE DOOMLORD eaTs sKulL †
It's good, really good...
Complete success, hoo!!!
BL
Kannst gerne Teil meiner Traumclique werden. Hab auch noch'n paar girls und 'nen abgestandenen Rest 5,0 Original über.
Hailz from
-thebeingofthebeingisinsofarasitis-
fuck macht das spaß!
poste mal ein paar mp3s zum runterladen. Die gibts doch bestimmt irgendwo
Danke, Bees & Gees! Zu den mp3s:
Y'all know where to get tha shit!
wg mps:
ich mein ja nur ein paar tracks die es z.b. auf der künstler/labelseite ohnehin so zum runnaladen gibt!
und dann gehste mal zu hypem.com
Da gibbet nämlich noch nix von eat skull.... leider gottes
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