No idea!

Samstag, 12. April 2008

Diet Cola – Early Learning 7" [2008, armyofbadluck]

Es ist echt nicht cool, über diese Band zu schreiben. Warum? Das Cover is ’n Tacken zu stylisch, ’n Typ von Deerhunter is’ in der Band und außerdem könnte man sie in die übelst dämliche Schublade stecken, die wahrscheinlich in den letzten Jahren aufgemacht wurde: man nennt es Shitgaze, Practice Rock und hat noch viele andere schlimme Bezeichnungen dafür. WEIRD PUNK?! Nicht dein Ernst! Das ist so dermaßen armselig, dass der NME ’n verdammten VICE-Typen angeheuert hat, um darüber zu schreiben, verstehst du?!
Also, scheißen wir gemeinsam auf ein Genre, das sich Kerle ausgedacht haben, die ihre luziden Marketingstrategien gerne im Deckmantel des Journalismus unterbringen, dabei nicht merken, dass sie lediglich indifferente Indie-Idioten bedienen und Satans Schwanz ihre Mandeln röstet. Das ist nicht unser Thema – keine Angst!
Review startet... JETZT: Keine Ahnung, wo Diet Cola her kommen und was die sonst schon so gemacht haben. Der Deerhunter-Link muss reichen. Rest musste selber checken! Wofür ist schließlich alles vernetzt? Damit ich dir den Kram raussuche? Nee...
Diet Cola. Doofer Name. Also, hab ich die Band (of course) direkt ausgecheck. Ihre Single is’ ’ne komplett auf geilo gepolte Mixtur aus rumpelnden Beats, krachigen Cymbals, hysterischen Vocals und vor allem Synthies direkt aus den Dungeons unserer verschwendeten girl-o-phobischen Kindertage. Dazu im Allgemeinen: Gimmicks galore in Klang und Struktur.
Nachdem die Speed-freak-Keys nicht wissen, ob sie sich über dem Riff von A-Seiten-Opener „Early Learning“ Weltraumschlachten liefern oder Gruselsounds und Sirenenportamenti rauswürgen sollen, wird mit dem Synth-Break (jaa, dies ist eine Synth-Punk-Platte!) ziemlich genau in der Mitte der erste wirkliche Geilo-Punkt erreicht – Spannungsaufbau total auf Coolness im hirnamputierten Sinne gebürstet. In der folgenden Explosion entlädt sich das Ganze dann in einem Hauptriff, das jederzeit kurz davor ist, im Gesamtsound unterzugehen. Ihr seht: Classic lofi tactixxx! „Wicked Witch“ ist fast der Comic-lastigste Track der 7inch, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass er eine verdammte Horror-Lullaby-Bridge hat, in der Pseudogruselsingsang lediglich durch Analogsynthieglocken(!) untermalt wird. Das B-Movie-Kerker-Ding wird auch mit „Sick Modern“ auf der B-Seite weitergeführt, allerdings wird dir nach ner Minute ein 5sekündiges Blues-Hardrock-Unisono von Zerrvokals und Leadgitarre aufgetischt. Phat! Auch der letzte der 4 Tracks kommt nicht ohne Zwinkereinwurf aus. In „Anything Poisonous“ ist das ein unglaublich dämlicher Düsterballaden-Bit mit den Zeilen „A-ny-thing / To poi-son us“. Voll keine Ahnung, was der oder die Kerle sonst so singen und ob ich mich in ein paar Monaten noch an die Band erinnern kann, will ich gar bezweifeln. Du bekommst hier ne ordentliche Portion Spaß aber nichts, weswegen du wen wecken musst.
http://www.myspace.com/diedietcolala

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ha! Da isser, der mighty GERMAN BONG blog. Dan, das ist wirklich der Wahnsinn! Du hast es drauf !!! MACH WEITER, DAS IST EIN BEFEHL!!!

† THE DOOMLORD †

Anonym hat gesagt…

Darauf hab isch gewartet!!!!

Ich änder ab heute mein Outfit

Dann ist ja klar wer bich bin!